Vorstellung der Gastfamilie in Südafrika

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Mama Jose

Mein Name ist Dikeledi Josephine Dube und ich wohne in der Mosalo Street in Atteridgeville.

Mein Geburtstag ist der 24. März 1958 und von Beruf bin ich Lehrerin im Ruhestand. Ich bin mit einer Tochter und drei Enkelkindern gesegnet. Seit 1997 nehme ich  Freiwillige auf. Die ersten waren aus Japan und die zweiten aus Amerika. Danach habe ich, bis heute, Freiwillige aus Deutschland beherbergt. Alle Freiwilligen nennen mich Mama Jose.

Willkommen in meinem Zuhause

Ich liebe Kinder und meine Arme sind immer offen. In meinem Haus sind alle Menschen unabhängig von Hautfarbe, Kultur und Herkunft willkommen. Mein Haus ist mit Liebe und Lachen gefüllt. Ich respektiere sie, vertraue ihnen und wir kommunizieren offen. Eine Sache, die ich beim Unterbringen der deutschen Freiwilligen entdeckt habe, ist, dass sie Liebe und Respekt haben. Ich gebe ihnen Regeln, wenn sie ankommen, und sie werden die Regeln befolgen. Meine Liebe hat keine Farbe und kein Geschlecht. Ich liebe sie wie meine eigenen Kinder oder meine Familie. Ich gebe ihnen Unterkunft, Schutz, Privatsphäre, koche für sie und mache Wäsche für sie. Manchmal machen wir Hausarbeiten zusammen. Ich möchte nicht, dass sie von jemandem verletzt werden und ich möchte nicht, dass sie ihr Zuhause vermissen. Ich gebe ihnen die Freiheit, um die sie bitten, aber sie müssen auch verantwortungsbewusst sein.

Alle Menschen sind in meinem Haus willkommen. Meine Liebe kennt keine Farbe und kein Geschlecht.

Unser Alltag

Wenn wir Ausflüge unternehmen, dürfen die Freiwilligen sehr gern mitkommen. Niemand wird zurückgelassen. Wir teilen alles, Gutes sowie Schlechtes. Gemeinsam sprechen wir über schmerzhafte Situationen, unsere täglichen Erfahrungen und kommen gemeinsam zu positiven Lösungen. Ich bringe ihnen unseren südafrikanischen Glauben und auch unsere Traditionen näher. Auch meine Familie und die Gemeinde lieben sie. Vor der Corona-Pandemie habe ich die Freiwilligen überall mitgenommen, zu Hochzeiten, Beerdigungen, Familienfesten. Wir stehen immer als Familie zusammen und versuchen, uns gegenseitig zu unterstützen. Auch die Eltern der Freiwilligen sind bei mir Herzlich Willkommen. Ich nehme sie zu interessanten Orten mit, wo immer ich kann. Alle Freiwilligen, die ich im Laufe der Zeit beherbergt habe, können meine Gastfreundschaft bestätigen.

Unterstützung der Freiwilligen

Als ich noch zur Arbeit ging, brachte ich die Freiwilligen zur Makgatho-Schule und holte sie so lange nachmittags wieder ab, bis sie sich an den Weg gewöhnt haben. Wenn sie krank sind, hole ich sie ab und begleite sie zu den Ärzt*innen. Wir wünschen uns gegenseitig einen guten Morgen und eine gute Nacht. Wenn ich krank bin, sinddie Freiwilligen auch für mich da. Manchmal kommen sie abends zu mir ins Schlafzimmer und wir reden über alles Mögliche. Meine Familie und ich freuen uns jedes Mal auf die Freiwilligen und vermissen sie, wenn sie wieder zurück nach Deutschland fliegen. Fast jeden Monat telefonieren wir miteinander, um in Kontakt zu bleiben. Auch einige ihrer Eltern rufen mich an, um zu hören, wie es mir geht. Ich liebe sie so sehr. Mein Zuhause ist eine sehr saubere Umgebung, auch für mich selbst.

Einige Freiwillige kommen mich nach ihrem Freiwilligendienst selbstständig besuchen, das zeigt mir, dass wir eine GROßE Familie sind. Ich fühle mich so überwältigt, wenn ich schreibe, welche Erfahrungen ich mit den Freiwilligen von SAGE Net mache.

Danke.

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